Lernmanagement

Lernmanagement

Sie haben Vorlesungen gehört, Übungen besucht und Lehr-
bücher gewälzt. Ihr Wissen reicht noch nicht für das Examen,
schon gar nicht für das Prädikatsexamen: Bereits 1885 stellte
Ebbinghaus fest (Vergessenskurve nach Ebbinghaus), dass
der größte Teil des Gelernten in einem relativ kurzen Zeitraum
wieder vergessen wird. Nach ca. 2 Tagen ist nur noch ein
Viertel des gelernten Stoffes reproduzierbar und im Laufe der
Zeit nimmt das Vergessen immer weiter zu.

Fazit: Sie haben den größten Teil des Gelernten vergessen!
Lernmanagement

Testen Sie sich:

•  Wer ist Treuhänder ?
•  Was bedeutet verlängerter Eigentumsvorbehalt ?
•  Was ist ein Anwartschaftsrecht?
(Wesensgleiches Minus zum Eigentum reicht als Antwort nicht !)
•  Welche Ansprüche kann ein Vormerkungsberechtigter geltend machen?


Falls Sie eine Frage nicht beantworten konnten: Fazit: Sie haben den falschen Stoff gelernt!

Ihre Examensklausur droht bereits auf der Begriffsebene, der Umsetzung des Sachverhalts, zu scheitern. Solche
Begriffe werden als selbstverständlich vorausgesetzt und im Klausursachverhalt nicht erklärt. Finden Sie die An-
spruchsgrundlagen z. B. im Vormerkungsrecht nicht, können Sie nicht punkten.

Beim juristischen Lernen geht es darum eine Methode zu entwickeln, die die unüberschaubare Stofffülle und unser begrenzt aufnahmefähiges Gedächtnis in Einklang bringt.
Unsere Methode ist das strukturelle Lernen, das Verstehen der Funktionszusammenhänge und das Verknüpfen von Bekanntem mit Unbekanntem. So wird es Ihnen möglich, eine Datenreduktion ohne Informationsverlust zu erreichen, und Ihr Wissen auf einen unbekannten Examensfall erfolgreich anzuwenden.

Damit Sie nicht 75% Ihrer Arbeitszeit auf Grund des Vergessens verschwenden berücksichtigen wir den Grundsatz: "LERNEN IST WIEDERERKENNEN". Die ideale Strategie gegen das Vergessen ist das systematische mehrmalige Wiederholen in den verschiedenen Stufen unseres Kursprogrammes.

Bitte überlegen Sie nun kurz, ob Sie in früheren Vorlesungen viel mitgeschrieben haben.
Die überwiegende Anzahl der Studenten beantwortet diese Frage mit „Ja”.
Überlegen Sie weiter, wann Sie sich das, was Sie vor einigen Semestern mühsam in Vorlesungen mitgeschrieben haben, das letzte Mal angesehen haben.
Fast alle Studenten gelangen zu dem Ergebnis, dass sie sich das Mitgeschriebene entweder nie wieder oder vor einem sehr langen Zeitraum angesehen haben.

Es wäre jetzt nur noch zur Selbsterkenntnis zu klären, warum dies der Fall war:
Wörtlich Mitgeschriebenes wird nach der Zeit unverständlich und ist dann schlechter zur Nacharbeit geeignet als die schlechtesten Lehrbücher und Skripten.

Fazit: Sie haben falsch gearbeitet! Wörtlich mitschreiben kostet nur Kraft und Verständnisfähigkeit, ist aber sinnlos.


Examenserfolg bedeutet:
– Die Strategie gegen das Vergessen
– Richtige Stoffauswahl
– Die richtige Lernmethode

Strategie gegen das Vergessen

“Lernen ist Wiedererkennen”

Die Strategie gegen das Vergessen ist systematisches mehrmaliges Wiederholen, wobei die erste Wiederholung unverzüglich erfolgen muss.

Um Ihnen den so erforderlichen Wiederholungseffekt zu gewährleisten, sind unsere Kurse mehrstufig aufgebaut. Im ersten Schritt werden die Grundlagen behandelt, die dann in weiteren Schritten bis auf Examensniveau vertieft werden. Ausgangspunkt für den nächsten Schritt ist jeweils eine kurze Wiederholung des vorangegangenen Stoffes. Im mündlichen Vortrag finden so bereits mehrere Wiederholungen statt. Sie erhalten dann zu jeder Lerneinheit des mündlichen Kurses präzise Hausaufgaben aus unserem Kursmaterial. In diesen Hausaufgaben wird das im Kurs Vorgetragene hinterfragt und ergänzt, so dass Sie eine weitere Wiederholung vornehmen.
Schließlich gliedern und schreiben Sie auf die Lerneinheiten abgestimmte Klausuren, was wiederum zu einer Wiederholung und Verfestigung Ihres erlernten Wissens führt.

Fazit: Es tritt so ein vier- bis fünfmaliger Wiederholungseffekt als ideale Strategie gegen das Vergessen ein!

Herkömmliche Repetitorien versuchen, Ihnen über den Megaexamensfall oder über Einzelfallprobleme den Examensstoff zu vermitteln.

Diese Vorgehensweise wiegt Sie in einem Gefühl der Sicherheit, denn Sie haben ja vermeintlich alle Probleme abgehandelt. Diese Sicherheit ist trügerisch. Allein der Münchner Kommentar zum BGB umfasst neun Bände/Halbbände mit jeweils ca. 2.200 Seiten. Auf jeder Seite werden mindestens 4 Problemkreise abgehandelt. Sie kommen so alleine im BGB auf über 79.000 Probleme und im Öffentlichen Recht, Strafrecht und den Nebengebieten kommen noch unzählige hinzu. Sinn des Staatsexamens ist es auch nicht, „wiederkäuenderweise” irgendwelche Meinungen zum Besten zu geben, sondern zu zeigen, dass Sie eine Klausur bzw. Hausarbeit anhand des Gesetzes vertretbar lösen können.
„Es geht beim juristischen Lernen darum, sich selbst mit Programmen zu laden, die zur Bearbeitung späterer Falldaten befähigen. Die bloße Anhäufung von Wissen genügt nicht, ja sie schadet eher. Entscheidend ist vielmehr die Methode, das Können. Es macht einen Unterschied, ob man Informationen - z.B. Definitionen - einfach als einzuspeichernde Daten (Wissen) ansieht und entsprechend lernt, oder ob man sie als Programme (Können) begreift. Im ersteren Fall wird man bestenfalls zu einer Reproduktion der gespeicherten Daten imstande sein. Im letzteren Fall wird man dagegen imstande sein, Fälle nach den Regeln der Definitionen zu bearbeiten. Praktisch alle misslungenen juristischen Klausuren kranken daran, dass dieser elementare Unterschied zwischen Wissen und Können im vorangegangenen Lernen nicht erkannt worden ist.” (Fritjoft Haft - Einführung in das juristische Lernen, 6. Auflage 1997) So gibt es auch bei unseren Intensivkursen viele Fälle, auch viele Examensfälle, die aber im Vergleich zu anderen Repetitorien gerade eine umgekehrte Funktion erfüllen, nämlich nicht Selbstzweck sind, sondern zum Training des gelernten systematischen Könnens, also der Anwendung des Gesetzes dienen.


Die richtige Lernmethode

Ziel des erfolgreichen Lernens ist es, in erster Linie die Strukturen des Rechts so in das Langzeitgedächtnis einzuspeichern, dass Sie im Examen in der Lage sind, die Examensarbeiten lösen zu können. Die Anhäufung von bloßem Wissen ist hierfür nur von sekundärer Bedeutung.
Das Langzeitgedächtnis ist primär zur Speicherung von Regelwissen geeignet.
Dem Langzeitgedächtnis sind das Ultrakurzzeitgedächtnis und das Kurzzeitgedächtnis vorgeschaltet. Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird optisch angesprochen und speichert Informationen nur für Sekunden. Das Kurzzeitgedächtnis dagegen funktioniert akkustisch verbal und kann Informationen für mehrere Minuten speichern.
Mit diesem Gedächtnisaufbau korrespodieren die 3 Lernwege Hören - Sehen - Handeln. Unter Handeln ist vor allen Dingen das aktive Umsetzen des gehörten und gelesenen Stoffes zu verstehen.
Um diese drei Lernwege optimal zu nutzen, wird Ihnen der Stoff im Examensintensivkurs zum einen mündlich vorgetragen (Hören) und zum anderen auf dem Overheadprojektor skizziert (Sehen/Lesen).
Damit es nicht zu einer Informationsüberflutung bei Ihnen kommt, werden die lerntheoretischen Grundsätze „Lernen ist Wiedererkennen” und „Lernen geschieht dadurch, dass man unbekanntes Wissen bekanntem Wissen zuordnen kann” in mehreren Programmstufen umgesetzt. Deshalb beginnen wir auch nicht mit der komplexen Examensklausur, sondern mit einem Grund- und Begriffsprogramm, dem das Strukturprogramm folgt. Jede Programmstufe baut auf der anderen Programmstufe auf, so dass Sie einen Wiederholungseffekt haben (Lernen ist Wiedererkennen) und die unbekannten Informationen den bereits bekannten Informationen aus der vorangegangenen Programmstufe zuordnen können.
Für die weitere Einspeicherung in das Langzeitgedächtnis ist dann aber das Handeln, das aktive Lernen, Ihrerseits erforderlich. Zu jeder Sitzung werden so exakt abgestimmte Hausaufgaben aufgegeben:
Die erste Phase der Hausaufgaben besteht in der so genannten Aufarbeitung. In dieser Phase sollen Sie die wenigen Stichworte, die Sie sich während des Kurses skizziert haben, gegebenenfalls in Ergänzung mit dem Kursmaterial, zu kompletten Sätzen ausformulieren und sich so selbst ein Skript erstellen. Diese eigene Umsetzung des Stoffes - anhand des selbständigen Formulierens - ist zwar mühsam, aber der erste effiziente Schritt zum Lernen und zur Einspeicherung des Wissens in das Langzeitgedächtnis.
Es ist deswegen nicht sinnvoll, im Kurs wörtlich mitzuschreiben, da im Wesentlichen die eigene Umsetzung zum Verständnis und zur Abspeicherung in das Langzeitgedächtnis notwendig ist. Realisieren Sie nochmals, dass Sie sich Ihre Vorlesungsmitschriften nie wieder angesehen haben.
Deshalb werden Sie im Kurs nur weniges, maximal das, was auf dem Overheadprojektor erscheint, mitschreiben und sich zu Hause der Mühe der Aufarbeitung, also des eigenständigen Ausformulierens, des Stoffes unterziehen.
Die zweite Phase des aktiven Lernens besteht dann in der Wiederholung: Wiederholen werden Sie anhand des umfangreichen, genau auf den mündlichen Kurs abgestimmten Kursmaterials, der Tests und vor allen Dingen auch dadurch, dass Sie Klausuren schreiben und lösen werden. Da Sie in diesem Kursmaterial das wieder finden, was Gegenstand des mündlichen Vortrages war, erübrigt sich das sinnlose Mitschreiben. Gerade das Lösen von Tests und das Schreiben von Klausuren ist ein weiterer unverzichtbarer Gesichtspunkt des aktiven Lernens für das Abspeichern im Langzeitgedächtnis. Außerdem benötigen Sie eine umfangreiche Klausurenpraxis für Ihr Staatsexamen. So erhalten Sie jede Woche ca. drei Klausuren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, durch die das zuvor gehörte Kursprogramm trainiert wird.
Schließlich wird Ihnen am Schluss einer jeden Sitzung genau mitgeteilt, was die übergeordneten Gesichtspunkte der nächsten Sitzung sein werden. Der entsprechende Verweis auf das Kursmaterial dient dann der Vorbereitung der nächsten Sitzung.

Im Ergebnis bedeutet erfolgreich lernen:

1. Die 3 Lernwege - Hören-Sehen-Handeln - müssen aktiv eingesetzt werden durch das Ansprechen des Ultrakurzzeitgedächtnisses (optisch), des Kurzzeitgedächtnisses (verbal) und des Langzeitgedächtnisses (handeln).
   
2. Eine Stoffüberflutung ist dadurch zu vermeiden, dass ein Wiederholungseffekt durch mehrere Programmstufen geschaffen wird und so auf der jeweils folgenden Programmstufe Unbekanntes Bekanntem zugeordnet werden kann.
   
3. Als ideale Maßnahme gegen das Vergessen ist eine mehrmalige, zuerst unverzügliche Wiederholung unverzichtbar.

Daher sind unsere Kurse mehrstufig aufgebaut. Deswegen korrespondiert der Vortrag mit dem, was Sie auf dem Overheadprojektor skizziert bekommen und mit dem, was Sie aktiv in Form der Hausaufgaben anhand der Skripten und der Klausuren umsetzen. Deswegen findet auch in den Hausaufgaben ein dreimaliger Wiederholungsvorgang durch Aufarbeiten, Wiederholen und Vorbereiten statt.

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